KI mit echten Quellen: So arbeitest du mit Gemini Notebook

KI im Alltag · Content mit Substanz

KI mit echten Quellen: So arbeitest du mit Gemini Notebook

Die spannendste Frage bei KI ist nicht „kann sie mir einen Text schreiben“. Sondern: „Auf welcher Grundlage schreibt sie eigentlich?“

Normalerweise antwortet KI aus ihrem allgemeinen Training — plausibel formuliert, aber ohne dass du nachprüfen kannst, woher etwas kommt. Es geht auch anders: Du gibst der KI selbst die Quellen, mit denen sie arbeiten darf. Dein PDF, deine Notizen, eine Studie, ein Buch. Dann beantwortet sie Fragen nur daraus — und zeigt dir, welche Stelle der Quelle hinter jeder Aussage steckt.

Das Werkzeug dafür heißt Gemini Notebook (bis vor Kurzem NotebookLM), ist von Google und in der Basis-Version kostenlos. Seit Ende August 2026 kannst du dort sogar gekaufte Google-Play-Bücher direkt als Quelle einbinden — die KI arbeitet nur mit Büchern, die du wirklich besitzt.

So richtest du dein erstes Notebook ein

Schritt 1: Öffne notebooklm.google.com und melde dich mit deinem Google-Konto an. Klicke auf „Neu erstellen“.
Schritt 2: Füge deine Quellen hinzu: ein PDF, ein Google Doc, einen Website-Link, deine eigenen Notizen — oder ein gekauftes Google-Play-Buch. Fang mit einer einzigen guten Quelle an, nicht mit zwanzig.
Schritt 3: Stell deine erste Frage im Chat. Die Antworten bekommen kleine Ziffern — klick drauf, und du siehst die Original-Stelle in der Quelle. Genau das ist der Unterschied zum normalen KI-Chat.
Schritt 4: Probier die fertigen Formate aus: Übersicht, Lernkarten oder die Audio-Zusammenfassung, die aus deiner Quelle ein kleines Gespräch zum Anhören macht — praktisch für unterwegs.

Vier Prompts, mit denen aus einer Quelle Content wird

Sag, du hast ein fundiertes Buch zu Positionierung als Quelle eingebunden. Dann kannst du die KI bitten:

Die Quellen-Prompts (markieren & kopieren)

Fasse die drei wichtigsten Prinzipien aus Kapitel 4 für Solo-Selbstständige zusammen, mit direktem Bezug auf die Quelle.

Welche Aussagen aus diesem Buch taugen als Ausgangspunkt für einen Newsletter über Positionierung?

Erstelle fünf kritische Fragen, mit denen ich die Empfehlungen aus Kapitel 6 auf mein eigenes Business prüfe.

Leite aus diesem Kapitel drei Content-Winkel ab: ein Karussell, einen Newsletter und eine Podcast-Folge.

Der wichtigste Schritt kommt nach der Antwort

Du prüfst die Quelle, ergänzt deine Erfahrung, passt Sprache und Beispiele an deine Leute an und formulierst eine klare Haltung. So entsteht kein austauschbarer Zusammenfassungs-Text, sondern echte Übersetzungsarbeit. Deine Community braucht nicht noch mehr Content — sie braucht Inhalte mit Substanz, Kontext und Haltung. Gute Quellen nehmen dir das Denken nicht ab. Sie geben dir eine bessere Ausgangsbasis.

Ein Hinweis noch: Lade nur Quellen hoch, die dir gehören oder die du nutzen darfst — und keine vertraulichen Kundendaten. Auch hier gilt: KI bekommt nur, was sie für die Aufgabe wirklich braucht.

Deine Aufgabe für diese Woche ist eine Frage: Wähl eine Quelle, der du wirklich vertraust — ein Buch, eine Studie, dein eigenes Dokument, deine besten Kundinnen-Insights. Und frag dich nicht „was kann KI daraus machen“, sondern: „Welche eine Erkenntnis daraus verdient es, von mir verständlich erklärt zu werden?“

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P.S. Welche Quelle ist das bei dir? Schreib es mir gern auf Instagram an @karomitki — ich bin neugierig, worauf du dein Wissen baust.

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